Zahnreinigung.

    Schöne Farbe, strahlendes Lächeln

    Wir alle kennen die Bilder des strahlend weißen Lächelns aus unzähligen TV- und Plakatwerbungen. Diese Ausstrahlung gehört heutzutage zum festen Bestandteil eines gepflegten Aussehens. Zahlreiche Produkte zur eigenen Anwendung versprechen angeblich professionelle Zahnreinigung und werden uns immer in Verbindung mit schönen Bildern, von strahlend weißen Zähnen gezeigt. Nur wenige dieser Mittel halten ihre Versprechungen ein. So gibt es bisher keine Zahncreme die dort putzt wo die Zahnbürste nicht hinkommt. Es gibt auch kein Mittel, das die Neubildung von Zahnstein verhindert. Zahncremes die die Zähne „weisser“ machen sollen, enthalten meistens grobe Putzmittel mit einer aggressiven Scheuerwirkung, die die Oberfläche der Zähne angreifen. Auch die den Zahncremes beigefügten Mittel zur chemischen Aufhellung bleiben wegen der ungezielten Anwendung oft wirkungslos.

    Apfel-Zahnbuerste

    Die eigene regelmäßige Zahnreinigung, der Zahnoberflächen mit der Zahnbürste und die Entfernung von Schmutz und Bakterien aus den Zahnzwischenräumen, ist stets die wichtigste Voraussetzung für eine gesunde Zahnfarbe. Eine professionelle Zahnreinigung ist dafür oft eine unerlässliche Ergänzung. Sie wird durch eine speziell dafür ausgebildete Fachkraft durchgeführt, für die ein gesonderter Termin vereinbart werden muss. Die einfachste (und am wenigsten belastende) Form der Reinigung ist die ästhetische Zahnreinigung. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf der Verbesserung des optischen Gesamtbildes Ihrer Zähne.

    Das strahlende Lächeln.

    Zahnbleaching oder Zahnreinigung?

    Ein häufig gestellte Frage ist, ob Bleaching (von engl. „to bleach“ bedeutet „bleichen“) eine Zahnreinigung ersetzt. Dem ist nicht so, da Bleaching nur ein zusätzlicher Schritt nach einer ästhetischen Zahnreinigung ist. Diese lässt sich in vier Schritte unterteilen, welche sich alle auf Zahnoberfläche konzentrieren.

    1. Zahnreinigung

    Durch Beseitigung von Belägen und Verfärbungen wird zunächst die natürliche Zahnfarbe wieder freigelegt. Bei diesem Schritt werden mit Hilfe von Hand- und Ultraschallinstrumenten die Zahnoberflächen gereinigt. Diese Reinigung erfolgt absolut schonend und schmerzfrei und benötigt keine Betäubung. Sie ist die Grundvoraussetzung für alle weiteren Maßnahmen.

    2. Zahnpolitur

    Nach der Reinigung erfolgt die Politur der Zahnoberflächen. Dabei werden die noch verbliebenen unsichtbaren rauhen Beläge auf der Oberfläche entfernt. Wir arbeiten mit Polierpasten mit abgestuften Stärken und rotierenden Gumminäpfen und Bürsten. Dabei wird gezielt die konkave Zahnoberfläche bearbeitet, ohne von der Oberfläche etwas abzutragen oder das Zahnfleisch zu tangieren. Für den Zahnzwischenraum setzen wir Kunststoff-Streifen ein, sogenannte Polishing-Strips, die mit sanfter Rauigkeit die Flächen glatt und sauber machen. (Übrigens: sind alle Zahnzwischenräume bei Ihnen gut gängig? Die Zahnseide sollte mit einem leichten Schnappen in den Zwischenraum rein- und rausgleiten und dabei nicht hängenbleiben oder ausfasern. Sollte das nicht der Fall sein, stimmt etwas nicht! Weisen Sie Ihre Behandler unbedingt darauf hin, die Ursache sollte festgestellt und beseitigt werden.)

    3. Pulverstrahlbehandlung (Air-Flow)

    Sollten nach der Politur noch Verfärbungen in Zwischenräumen oder Fissuren sichtbar sein, kann ein Pulverstrahlgerät helfen, letzte Verfärbungen zu entfernen. Dabei wird mit begrenztem Druck Natriumbikarbonat-Pulver / Wassergemisch eingesetzt, welches die Zahnoberfläche nicht verletzen kann. Wir sind kein Freund von Pulverstrahlgeräten, da es das Zahnfleisch eventuell irritieren kann. Es geht halt nichts über Handarbeit…

    4. Bleaching

    Bleaching ist ein optionaler Schritt am Ende der professionellen
    Zahnreinigung. Die Zahnoberfläche ist jetzt perfekt sauber und glatt, und trotzdem ist die Zahnfarbe zu dunkel? Hier kann ein Bleaching der Zähne helfen. Dabei wird die innere Zahnfarbe unter der Oberfläche beeinflusst. Hier kommen Wasserstoff-Peroxid Lösungen in unterschiedlichen Konzentrationen zu Einsatz. Man unterscheidet hier zwischen dem

    a) Powerbleaching (Office-Bleaching)

    Hier wird in der Zahnarztpraxis ein Zahnfleischschutz angelegt (Schutzgel, Kofferdam). Auf die sichtbaren Frontflächen der Zähne wird danach ein konzentriertes Wasserstoff-Peroxid-Pulververgemisch aufgetragen, das mit einer UV-Lampe chemisch aktiviert wird, und bei geöffnetem Mund und UV-Licht 30 Minuten einwirken muss. Vorteil: Schnelle Zahnaufhellung innerhalb von einigen Minuten, Nachteil: Wirkung lässt nach einigen Monaten nach, Zahnfleischirritationen und erhöhte Zahnhalsempfindlichkeiten sind möglich. Kostenintensiv bei Wiederholungen.

    b) Schienenbleaching (Home-Bleaching)

    Hier wird nach Abdruck beider Kiefer zwei individuelle Medikamententräger für den Patienten hergestellt. Mit einem Bleaching-Kit mit Gel für mehrere Anwendungen kann der Patient selber das Medikament auf die Zahnoberfläche auftragen, die Einwirkzeit selbst festlegen, und die Anwendung gegebenenfalls wiederholen. Vorteil: Die Zahnaufhellung erfolgt schrittweise, schonend, patientengesteuert. Nebenwirkungen werden weitestgehend vermieden. Eventuelle kurzfristige Aufhellungen sind kostengünstig für für mehrere Jahre selbst durchzuführen. Nachteil: etwas Geduld ist notwendig.

    Bleachingschiene
    Bleachingschiene-im-Mund

    Sie merken: unsere Empfehlung (wenn es den sein muss) liegt beim Home-Bleaching.

    Trotzdem: Es gibt nichts schöneres als natürlich gesunde Zähne. Ehrlich.

    Häufige Fragen zur ästhetischen Zahnreinigung

    • Ist häufige ästhetische Zahnreinigung schädlich?

      Nein. Durch schonende Behandlung kommt es nicht zu einem Substanzverlust.

    • Wie oft kann ich eine ästhetische Zahnreinigung durchführen lassen?

      Das liegt in eigenem Ermessen, nach Bedarf, da es keine Nachteile gibt. Eine allgemeine Empfehlung gibt es nicht.

    • Ist eine ästhetische Zahnreinigung medizinisch notwendig?

      Nein. Wenn keine weiteren Befunde vorliegen, liegt die Entscheidung im persönlichem Wohlbefinden begründet.

    • Ich habe Füllungen oder Kronen im sichtbaren Zahnbereich und möchte Bleachen. Was dann?

      Hier wird es schwierig. Füllungen und Kronen reagieren nicht auf das Bleaching-Medikament. Dabei können Farbunterschiede sichtbar werden, die vorher nicht erkennbar waren. Hier muss ärztlicherseits genau abgewogen werden, ob die chemische Zahnaufhellung für Sie geeignet ist.

    Der perfekte Schutz vor Zahnschäden und Zahnschmerzen

    Zahnreinigung.

    Starker Schutz, keine Schmerzen

    Die Diagnose Karies ist für viele Menschen ein großer Schock. Behandlungen durch Spritzen und Bohrer bereiten teilweise so starke Ängste, dass sie sich gar nicht erst zum Zahnarzt trauen. Diese Situationen lassen sich mit einer gesunden Vorbeuge einfach verhindern. Ähnlich wie bei dem Wunsch nach weißeren Zähnen so ist auch hier eine professionelle Zahnreinigung die Antwort. Diesem Fall die kariologische Zahnreinigung. Sie beinhaltet alle Massnahmen der ästhetischen Zahnreinigung, geht aber in entschiedenen Punkten darüber hinaus.

    Zahnreinigung gegen Karies?

    Ja! – Selbstverständlich ist dies nicht mehr der Fall, wenn ein Zahn oder mehrere Zähne bereits von Karies befallen sind. Vielmehr ist die kariologische Zahnreinigung Maßnahme zur Vermeidung von Karies. Dies geschieht durch die gezielte Beeinflussung des Bakterienmilieus im Mund. Dazu werden die Zähne zuerst von bakteriellen Belägen befreit. Bei den Zahnoberflächen werden hier besonders die Zahnzwischenräume behandelt und von allen Schmutznischen bereinigt. So wird der Nährboden einer Karies vermindert und durch die anschließende Versiegelung die Zähne effektiv geschützt. Im Anschluss werden die Zahnoberflächen mit einem medizinische Lack (Fluorid) beschichtet. Dies dient der Remineralisation der Zahnsubstanz. Der Zahn wird widerstandsfähig gegen Säuren und Karies. Auch Chlorhexidin Lack kann verwendet werden, der die bakterielle Neubesiedlung der Zahnoberfläche verringert.

    Wenn gezielt Karies vermieden werden soll, ist eine genaue vorherige Befundaufnahme und Diagnostik notwendig, mit der das individuelle Kariesrisiko abgeschätzt werden kann. Dies ist nicht bei jedem Menschen gleich. Die Kariesursache muss offengelegt werden, damit sie auch gezielt behandelt werden kann. Neben der Vorgeschichte (Flächenzahl der behandelten Kariesläsionen) und den Ernährungsgewohnheiten spielen dabei Indizes zu Mundhygiene und zum Entzündungsgrad des Zahnfleischs eine Rolle. Auch Speicheltests mit einer Keimbestimmung können helfen, den Ursachen einer hohen Kariesaktivität auf die Spur zu kommen. Sie können selbst verstehen, wie Karies bei Ihnen entstanden ist, und dabei den Erfolg der regelmässigen professionellen Zahnreinigung nachverfolgen. Karies ist immer vermeidbar und kein Schicksal, dass wir hinnehmen müssen.

    Neben der Tiefenreinigung geht dieser Zahnbehandlung deshalb immer eine intensive Beratung voran. Die Ernährungslenkung nimmt dabei eine zentrale Stellung in der Kariesprophylaxe ein. Sie hat den grössten langfristigen Einfluss auf das biologische Milieu der Mundhöhle. Aber auch die korrekte und regelmäßige häusliche Zahnreinigung durch Zahnbürste, Zahnseide und speziellen Hilsmitteln sind ein sehr wichtiger Bestandteil zur Kariesvermeidung. In einem gemeinsamen Gespräch können wir Ihnen helfen, die Schwachstellen in Ihrem Mund kennenzulernen und gezielt damit umzugehen. Schliesslich wird die Beratung durch individuelle Empfehlung von Pflegeprodukten abgerundet. Es gibt teilweise große Unterschiede zwischen den verschiedenen Zahnpasten, Mundspüllösungen, Gelen und Medikamenten.

    Nur durch das Zusammenwirken aller Bereiche lässt sich das individuelle Kariesrisiko dauerhaft reduzieren. Wenn man die Mundhöhle als komplexes ökologisches System versteht, ist nachvollziehbar, das es bei der Kariesvermeidung nicht auf die Elimination von Keimen oder das Wegbohren und anschliessendes Füllen von Löchern ankommt. Die grundsätzliche Bereitschaft bestimmte eigene Lebensgewohnheiten in Frage zu stellen, ist völlig ausreichend.

    Häufige Fragen zur kariologischen Zahnreinigung

    • Ab welchem Alter kann ich mein Kind zur Prophylaxe mitbringen?

      Es gibt kein Mindestalter in der Prophylaxe. Wenn das Kind verständig ist kann man zunächst vielleicht nur spielerisch eine Behandlung nachahmen. Im Kleinkindalter ist vor allem die Ernährung entscheidend.

    • Wie oft ist eine kariologische Zahnreinigung sinnvoll?

      Das hängt von Ihrem individuellen Risiko ab. Dazu sind Befund und Diagnose notwendig. Als grober Durchschnittswert gilt alle 6 Monate.

    • Ich gehe bereits regelmäßig zur professionellen Zahnreinigung zu meinem Zahnarzt. Was ist der Unterschied zur kariologischen Zahnreinigung?

      Oft wird die professionelle Zahnreinigung nur unter ästhetischen Gesichtspunkten durchgeführt. Das ist einfacher, schneller und für den Patienten kostengünstiger. Ein wichtiger Unterschied ist jedoch die gezielte befundorientierte Ursachenbehandlung (siehe oben), und die Überprüfung und Dokumentation des Behandlungserfolgs.

    Effektiver Schutz vor Gebiss- und Zahnfleischschäden

    Zahnreinigung.

    Starke Zähne, gesundes Zahnfleisch

    Gesundes Zahnfleisch ist die Basis für starke Zähne. Einige von uns sind schon einmal in der unangenehmen Situation einer Zahnfleischentzündung gewesen. Neben den Schmerzen bereitet diese Krankheit leider auch Langzeitschäden, da sie ihre Ursachen in der bakteriellen Besiedelung der Wurzeloberfläche und mechanischen Zahnfleischreizungen hat. Oft sind die ersten Symptome Zahnfleischbluten und der langsame Rückgang des Zahnfleisches. Eindeutig werden die Kennzeichen, wenn die Zahntaschen eine Tiefe von mehr als 4mm erreichen und die Blutungen sich häufen.

    Zahnreinigung gegen Zahnfleischentzündung!

    Ist es einmal soweit und die Zahnfleischentzündung ist da, so wirken präventive Maßnahmen nicht mehr. Doch die parodontologische Zahnreinigung gehört, anders als die ästhetische und kariologische, weniger zu den Vorbeugebehandlungen und kann ebenso als Behandlung der Erkrankung eingesetzt werden. Das Ziel ist in beiden Fällen die Ursachen der Zahnfleischentzündung zu beseitigen. Somit wird versucht, Bakterien und Fremdreize in den Zahntaschen zu reduzieren. Dazu wird die Zahn- und Wurzeloberfläche mit Handinstrumenten gereinigt und geglättet (scaling und rootplaning). Wir die Beschreibung erahnen lässt, ist dies die intensivste und aggressivste Form der professionellen Zahnreinigung und dient rein der medizinisch korrekten Versorgung zur Erhaltung des Zahnhalte-Apparates.

    Sie ist als dringend notwendige Behandlung und nicht als ästhetische Option zu verstehen. Sie beinhaltet alle Maßnahmen der ästhetischen und kariologischen Zahnreinigung. Die Reinigung wird auf die Wurzeloberflächen in den Zahntaschen ausgedehnt. Eine Zahnfleischeintzündung (Parodontitis) ist eine chronische Erkrankung, die auch Auswirkungen auf den allgemeinen Gesundheitszustand hat. So sind bei Bestehen einer Zahnfleischeintzündung das Risiko von Schwangerschaftskomplikationen, Herzinfarktrisiko und die Gefahr von Schlaganfällen deutlich erhöht. Hier sollte niemand mehr zögern, etwas dagegen zu tun.

    Auch hier wird die Tiefenreinigung von einem intensiven Befund- und Diagnostikprogramm begleitet. Über die aus der kariologischen Reinigung bekannten Indizes zu Mundhygiene und Blutungsneigung kommen hier Taschenmessungen hinzu, an 6 Punkten pro Zahn. Dazu kommen die Messung der Rezessionen, der Furkationen und des Lockerungsgrades sowie Röntgendiagnostik. Auch eine Genanalyse der bakteriellen Keimflora und des Patienten kann weiteren Aufschluss bringen. Alle diese Befunde ermöglichen eine umfassende Beurteilung der Gesamtsituation, und entscheiden, ob eine systematische Parodontalbehandlung durch den Zahnarzt notwendig ist.

    Häufige Fragen zur parodontologischen Zahnreinigung

    • Mein Zahnfleisch blutet manchmal. Leide ich an Parodontose?

      Man unterscheidet eine oberflächliche Zahnfleischentzündung (Gingivitis) und eine tiefergehende Entzündung (Parodontitis). Der Unterschied liegt in der Taschentiefe (> 4mm). Die Gingivitis ist vollständig reversibel, die Parodontitis hat Langzeitschäden zur Folge. Der Begriff Parodontose ist übrigens veraltet und nicht mehr gebräuchlich, da er eine degenerative Erkrankung beschreibt, keine entzündliche.

    • Mein Zahnfleisch geht zurück. Muss ich mir Sorgen machen?

      Es gibt auch Zahnfleischveränderungen die normal sind. Im Alter muss man manchmal damit rechen, dass Wurzeloberflächen freiliegen. Entscheidend ist, ob eine Entzündung (Blutungsneigung) vorliegt oder nicht. Häufig haben auch junge Erwachsene einen Rückgang im Bereich der Eckzähne und Prämolaren. Das ist meistens anatomisch bedingter Platzmangel der Zähne. Nur der Zahnarzt kann feststellen, ob eine Erkrankung vorliegt oder nicht.

    • Ist eine parodontologische Zahnreinigung sehr schmerzhaft?

      In der Regel ist eine Behandlung zwar unangenehm, aber nicht schmerzhaft. Bei empfindlichen Zahnhälsen geben wir auf Wunsch des Patienten gerne eine Lokalanästhesie, auch mit spezieller Kurzzeitwirkung.